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Bogen des systemischen Coachings

Acht Schritte vom ersten Gespräch bis zur Begleitung nach dem Vertrag.

Der Bogen des systemischen Coachings gibt die Reihenfolge vor, in der der Coach mit dem System arbeitet. Zuerst prüfen die Seiten, ob sie zusammenarbeiten wollen. Dann folgen Vertrag, die Lage wie sie ist, Hypothesen und Ressourcen, der Plan, die Umsetzung, der Abschluss und die Unterstützung danach.

Das Poster sammelt diese Schritte auf einem Blatt. Es wird gedruckt und in der Coaching-Session oder im Training Systems Coaching auf den Tisch gelegt, damit sichtbar ist, bei welchem Schritt die Gruppe steht. Auf dem Bild steht die Lizenz CC BY-NC-ND.

Poster Arc of Systems Coaching: acht Schritte auf einem Blatt.

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Bogen des systemischen Coachings: Pre-Contract, Contract, Presenting situation, Hypothesizing, Action plan, Execution, Completion, Post-Contract

Reihenfolge der Schritte

1. Pre-Contract (Kick-off)

Ziel. Prüfen, ob Coach und System (der Client) zusammenarbeiten können und wollen.

Wichtig. Gilt für eine lange Begleitung und für eine einzelne Session mit einem neuen Client. Noch keine Bindung, die Parteien kennen sich kaum.

Ergebnis. Entscheidung über die Zusammenarbeit. Bei Ja: Erwartungen, Format, Dauer, Kadenz.

2. Contract

Ziel. Grenzen und Regeln der Zusammenarbeit festlegen.

Wichtig. Der Vertrag reguliert beide Seiten und muss wechselseitig gelten. Er hält Grenzen, Verantwortung und Erwartungen über die ganze Arbeit.

Ergebnis. Coaching-Vereinbarung — mündlich oder schriftlich, auch rechtlich bindend.

3. Presenting the situation

Ziel. Den aktuellen Auftrag der Session und den Ist-Zustand des Systems finden — über gemeinsame Werte und Sichtweisen. Jede Session bleibt im Rahmen dieses Auftrags.

Wichtig. Nach Rapport und Abgrenzung der Frage: die Lage as is. Oft Visualisierung aus dem Systemdenken.

Ergebnis. Der Client stimmt der Beschreibung des Ist-Zustands zu.

4. Hypothesizing & identifying resources

Ziel. Hypothesen für einen möglichen Weg und die nötigen Ressourcen.

Wichtig. Noch unklar, welche Hypothese trägt. Auswahl braucht Aufwand und Ressourcen im weiten Sinn.

Ergebnis. Gewählter Weg zum gewünschten Ergebnis und ein Bild, ob die Ressourcen reichen.

5. Action plan

Ziel. Erfolgskriterien und Schritte zum gewünschten Ergebnis.

Wichtig. Der Plan darf Sequenz und Alternativen enthalten. Ein guter Plan ist glaubwürdig, ohne dem System die Selbstorganisation durch Überdetail zu nehmen.

Ergebnis. Ein im System formulierter und getragener Maßnahmenkatalog — zur Umsetzung durch den Client.

6. Execution

Ziel. Den Plan umsetzen und die Organisation in der Veränderung halten: Stakeholder aktivieren, Einsichten anwenden, Handlung am Coaching-Ziel ausrichten.

Wichtig. Der Coach hält Komplexität, Widerstand und Feedback aus dem System. Reflexion, Abstimmung zwischen Teilen, Anpassung. Oft iterativ, bis das Ergebnis steht oder bewusst pausiert wird.

Ergebnis. Sichtbarer Fortschritt, mehr Kohärenz, stärkere eigene Fähigkeit der Organisation, die Veränderung zu tragen.

7. Completion

Ziel. Feedback tauschen und die Absicht sichern, den Plan umzusetzen.

Wichtig. Umsetzung liegt beim Client und an seinem Glauben an den Plan. Sitzt der Coach im System, teilt er Verantwortung. Feedback zeigt Wachstum in der Beziehung und im Plan.

Ergebnis. Klare Absicht des Clients und Schlussfolgerungen beider Seiten.

8. Post-Contract

Ziel. Den Client stützen und langfristige Vereinbarungen bei Bedarf nachziehen.

Wichtig. Format der Unterstützung vor dem Coaching-Vertrag klären. Selbstorganisation des Clients ernst nehmen.

Ergebnis. Stützendes Umfeld und aktualisierte Absprachen für die lange Beziehung.

Die Praxis der Session selbst liegt im Training Systems Coaching (ICP-SYS). Daneben: Agile Coaching Cards.